QUARTALSPROGRAMM

Handwerksmuseum
22.03.2009 - 10.05.2009
Grete von Zaborsky (1908-1998) und ihre Töpferei im Zellertal

In der Nä­he von Bad Kötzting leb­te und ar­bei­te­te die Töp­fer­meis­te­rin Gre­te von Zaborsky. Ih­re Ge­brauchs­ke­ra­mik - Ge­schirr und Ka­chel­öfen - ist meist mit auf­wän­di­ger Fay­ence-Ma­le­rei de­ko­riert. Zu­gleich ex­pe­ri­men­tier­freu­dig be­herrsch­te sie auch die Ra­ku-Ke­ra­mik. Ge­zeigt wird das brei­te Spek­trum der Werk­statt aus den 1950er bis 1990er Jah­ren, er­gänzt durch Ent­wür­fe und gra­fi­sche Ar­bei­ten. Fo­to­do­ku­men­te spie­geln ih­re Be­geg­nun­gen mit Freun­den und Ver­wand­ten, Lehr­lin­gen und Kol­le­gen. Sie zei­gen aber auch die schwie­ri­gen An­fangs­jah­re, als Gre­te von Zaborsky sich ge­mein­sam mit ih­rem Ehe­mann, dem Volks­kund­ler Os­kar von Zaborsky (1898-1959), in Le­ckern ei­ne Exis­tenz auf­bau­te.

Gre­te von Zaborsky, ge­bo­re­ne Go­eh­le, Toch­ter ei­nes Ma­ri­ne­ad­mi­rals und ei­ner Bild­haue­rin, wuchs in ei­nem bür­ger­li­chen Um­feld in Schles­wig-Hol­stein auf, in dem die Kunst ih­ren fes­ten Platz hat­te. Sie ab­sol­vier­te von 1928 bis 1931 ei­ne Aus­bil­dung zur Töp­fe­rin an der Kunst­ge­wer­be- und Hand­wer­ker­schu­le in Ber­lin, die sie mit der Ge­sel­len­prü­fung ab­schloss. Nach ih­rer Ge­sel­len­prü­fung ar­bei­te­te sie ei­ni­ge Jah­re lang selb­stän­dig. Sie führ­te Ent­wurfs­ar­bei­ten für die re­nom­mier­ten Por­zel­lan­fa­bri­ken Arz­berg, Ro­sen­thal und KPM aus und führ­te in ver­schie­de­nen Ber­li­ner Ate­liers ih­re ei­ge­nen Auf­trä­ge aus. 1938 bis 1939 be­such­te sie die Meis­ter­klas­se von Ri­chard Frei­se an der „Meis­ter­schu­le für das ge­stal­ten­de Hand­werk und leg­te im Fol­ge­jahr die Meis­ter­prü­fung ab. Den Wunsch nach ei­ner ei­ge­nen Werk­statt konn­te sie sich erst 1947 er­fül­len, als sie – in­zwi­schen ver­hei­ra­tet – in Le­ckern ei­ne zwei­te Hei­mat fand.

In ih­rer Werk­statt in Le­ckern stell­te Gre­te von Zaborsky aus­schlie­ß­lich Ein­zel­stü­cke und klei­ne Se­ri­en in Hand­ar­beit her. Das Stre­ben nach ei­ner voll­ende­ten Form war der Leit­ge­dan­ke ih­rer Ar­beit. Die­ses Ar­beits­ethos ver­mit­tel­te sie auch ih­ren zahl­rei­chen Lehr­lin­gen und Schü­lern, die nach dem frü­hen Tod ih­res Man­nes in ih­rem Hau­se leb­ten und ar­bei­te­ten. Ih­re Lie­be ge­hör­te der Fay­en­ce­ma­le­rei. Blu­men­mo­ti­ve, Tier- und Na­tur­sze­nen so­wie viel­fäl­ti­ge or­na­men­ta­le Mo­ti­ve zier­ten ih­re Tel­ler, Krü­ge und Va­sen. Die­se Tech­nik ver­langt Kön­nen und ei­ne si­che­re Hand, da die Ma­le­rei bei die­ser spe­zi­el­len Tech­nik mit dem Pin­sel di­rekt auf die un­ge­brann­te Gla­sur auf­ge­tra­gen wird. Im Brand ver­schmel­zen Ma­le­rei und Gla­sur zu ei­nem Gan­zen.

Die Aus­stel­lung wur­de an­läss­lich des 100. Ge­burts­ta­ges der Ke­ra­mi­ke­rin vom Mu­se­ums­re­fe­rat des Land­krei­ses Cham kon­zi­piert und wird nun in ver­än­der­ter Form in Deg­gen­dorf ge­zeigt. Mit Ka­ta­log.

Er­öff­nung im Hand­werks­mu­se­um: Sonn­tag 22.03.2009 um 11 Uhr

Be­gleit­pro­gramm
Füh­run­gen in der Töp­fe­rei von Gre­te von Zaborsky im Zel­ler­tal, Le­ckern 61: am Mitt­woch 15.04. und 29.04. 2009 von 14.00-17.00 Uhr und am Sonn­tag, 26.04. 2009 von 14.00-17.00 Uhr



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