QUARTALSPROGRAMM

Handwerksmuseum
27.09.2009 - 31.01.2010
Ursula Merker -- Eine Glaszeit – A Glass Age

Seit 1980 ar­bei­tet Ur­su­la Mer­ker am und mit Glas. Sie be­rei­tet auf Glas ih­re Ge­schich­ten aus und geht da­bei dem Glas tief un­ter die Haut. Meis­ter­lich be­herrscht sie die Tech­nik der Gra­vur, be­vor­zugt mit dem Sand­strahl­ge­rät, bei grö­ße­ren Ob­jek­ten mit der Bieg­sa­men Wel­le. Ih­re Spe­zia­li­tät ist die Gra­vur von Über­fang­glä­sern, de­ren ver­schie­de­ne Farb­schich­ten sie frei­legt und zur Grund­la­ge ih­rer Ge­schich­ten macht. Exis­ten­zi­el­le The­men wer­den my­tho­lo­gisch ge­bro­chen, meist steht der Mensch im Mit­tel­punkt. Mär­chen wer­den the­ma­ti­siert, aber Ur­su­la Mer­ker er­zählt auch ganz ei­ge­ne Ge­schich­ten. Be­grif­fe wer­den hu­mor­voll hin­ter­fragt, All­tag und Fest auf­ge­zeigt, Mas­ke­ra­de und Kar­ne­val fin­den ih­ren Platz, der Mensch in Be­zie­hung zu Tie­ren, ins­be­son­de­re zu sei­nem Hund ge­bracht. Hei­mi­sche Tie­re wie Kü­he, Ra­ben, Vö­gel al­ler Art, In­sek­ten, aber auch exo­ti­sche Tie­re ge­hö­ren zu ih­rem Bil­der­kos­mos. Boo­te und Schif­fe sind eben­falls zen­tra­le Mo­ti­ve, der in Kel­heim an der Do­nau le­ben­den Künst­le­rin, die sich durch ihr Werk zie­hen. Zu Recht wird sie als Bild­haue­rin un­ter den Glas­gra­veu­ren be­zeich­net, denn ih­re Glas­ob­jek­te wer­den auf­ge­bro­chen zu Re­li­efs, die über die Ge­fä­ße mä­an­dern zu Ge­fäß­skulp­tu­ren. Bei man­chen Ge­fä­ßen ist die ur­sprüng­li­che Form kaum mehr zu er­ken­nen, so bei den von ihr hu­mor­voll ge­nann­ten „Schwarz­ar­bei­ten“, bei an­de­ren wie­der­um wird die Form erst her­aus­ge­ar­bei­tet und durch die Gra­vur be­tont.

Ih­rer bild­haue­ri­schen Nei­gung fol­gend wand­te sich Ur­su­la Mer­ker kon­se­quent dem The­ma In­stal­la­ti­on zu. Seit 1988 baut sie je­des Jahr ei­ne gro­ße Ar­beit im Be­zug zur Na­tur oder zur Ar­chi­tek­tur. So schuf sie jetzt für die Deg­gen­dor­fer Aus­stel­lung das „Fens­ter zum Baye­ri­schen Wal­d“. Ih­re ma­le­ri­sche und zeich­ne­ri­sche Stär­ke zeigt sich auch in ih­ren Glas­dru­cken, ei­ne Tech­nik, die sie eben­falls meis­ter­haft be­herrscht und in­zwi­schen u.a. im Bild­werk Frau­enau lehrt. Die Deg­gen­dor­fer Re­tro­spek­ti­ve zeigt ei­ne Aus­wahl ih­rer frü­hen Ar­bei­ten bis hin zu den neu­es­ten, von der Ge­fäß­skulp­tur, über die Glas­dru­cke bis hin zur mo­nu­men­ta­len In­stal­la­ti­on. Zur Aus­stel­lung er­scheint ein Ka­ta­log in Deutsch und Eng­lisch, der über das Hand­werks­mu­se­um zu be­zie­hen ist.



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