QUARTALSPROGRAMM

Handwerksmuseum
06.03.2012 - 24.07.2012
Buchkinder Deggendorf

Ab 6. März bie­tet das Hand­werks­mu­se­um Deg­gen­dorf je­den Diens­tag­nach­mit­tag ei­ne Schreib-und Druck­werk­statt für Kin­der ab 6 Jah­ren an. In­itia­to­rin und Lei­te­rin des Kur­ses ist Ka­tin­ka Bor­chert, Buch­händ­le­rin, ge­mein­sam mit Bi­an­ca Bre­lich-Zim­mer­mann, So­zi­al­päd­ago­gin.

Ziel ist, dass Kin­der ih­re ei­ge­nen Ge­schich­ten er­fin­den, schrei­ben, il­lus­trie­ren und an­schlie­ßend zu ei­nem Buch bin­den. Dies ist ein län­ge­res Un­ter­fan­gen und en­det im Ju­li 2012 mit der Prä­sen­ta­ti­on der Bü­cher im Mu­se­um.

Ge­grün­det wur­de das Pro­jekt „Buch­kin­der e.V.“ 2001 von Ralph Uwe Lan­ge in Leip­zig. Kin­der Ge­schich­ten er­fin­den las­sen und dar­aus ei­ge­ne Bü­cher zu ma­chen war die Idee, die mitt­ler­wei­le in vie­len deut­schen Städ­ten Buch­kin­der-In­itia­ti­ven ent­ste­hen ließ. Für die Buch­kin­der­ar­beit ha­ben die Leip­zi­ger In­itia­to­ren vier Re­geln auf­ge­stellt (s.u.), nach de­nen ge­ar­bei­tet wird. Ei­ne da­von lau­tet, so we­nig wie mög­lich in den Schreib­pro­zess ein­zu­grei­fen, d.h. al­so auch die Recht­schrei­bung nicht zu kor­ri­gie­ren. So ent­steht ein Frei­raum, in dem sich die Kin­der ganz un­ge­zwun­gen auf ih­re Ge­schich­ten stür­zen kön­nen. Die Me­tho­de „Le­sen durch Schrei­ben“ wird seit ei­ni­gen Jah­ren auch an baye­ri­schen Grund­schu­len an­ge­wandt. Die Kin­der er­le­ben Schrei­ben und Le­sen da­durch un­ge­hemmt und be­kom­men Lust mit Spra­che spie­le­risch um­zu­ge­hen. Durch mehr Freu­de am Le­sen steigt die Recht­schreib­kom­pe­tenz von selbst.

Die Werk­statt lädt zum Ge­schich­ten er­fin­den ein, da­zu wer­den Il­lus­tra­tio­nen in Linoldruck an­ge­fer­tigt und am En­de zu ei­nem gan­zen Buch zu­sam­men­ge­fügt, wel­ches die Kin­der in ja­pa­ni­scher Fa­den­hef­tung selbst bin­den kön­nen. Die Kin­der er­fah­ren, dass es ein lan­ger Pro­zess sein kann, bis ein Buch fer­tig ist. Ei­ni­ge Kin­der brau­chen ein paar Wo­chen, an­de­re Mo­na­te. Wer schrei­ben kann, hilft den Klei­ne­ren, die ge­ra­de erst mit dem Schrei­ben an­fan­gen.

Wer Lust zum Ge­stal­ten und Schrei­ben hat, mel­de sich bit­te beim Hand­werks­mu­se­um an. Der Kurs be­ginnt am Diens­tag, den 6. 3. 2012 und en­det vor den Som­mer­fe­ri­en, am 24. 7. 2012. Der Un­kos­ten­bei­trag pro Mo­nat be­trägt 16.- €, für Ge­schwis­ter­kin­der 12.- €.

An­mel­dung im Hand­werks­mu­se­um: 0991 2960-555

Die Buch­kin­der Deg­gen­dorf sind Netz­werk­part­ner des Buch­kin­der Leip­zig e.V. 

Die Re­geln für die Buch­kin­der­ar­beit Die Buch­kin­der­ar­beit ist ei­ne wei­test­ge­hend freie Ar­beit. Den­noch ha­ben wir vier Re­geln her­aus­ge­ar­bei­tet, die den Er­folg der Ar­beit si­chern sol­len:

So we­nig wie mög­lich vor­sa­gen / vor­zeich­nen / vor­schrei­ben:
Die Recht­schrei­bung spielt vor­erst kei­ne Rol­le. Das Kind soll schrei­ben kön­nen, soll al­le Wör­ter sei­nes Sprach­schat­zes be­nut­zen. Ein Kind das schreibt, liest. Es will dann auch in sei­nem Buch die rech­te Schrei­bung.

Text und Bild bil­den ei­ne Ein­heit:
Es soll kein Text oh­ne Bil­der und kei­ne Bil­der oh­ne Text ste­hen blei­ben. Bild und Text sind gleich­zei­tig und gleich­ran­gig. Sie be­din­gen ein­an­der und sind der Ga­rant für den Ge­stal­tungs­pro­zess.

Ein Buch braucht sei­ne Zeit:
Je­des Kind durch­läuft Ent­wick­lungs­pha­sen und hat sein ei­ge­nes Ar­beits­tem­po. Der Schreib- und Il­lus­tra­ti­ons­pro­zess, das Buch­lay­out und das Ab­stim­men der ein­zel­nen Ar­beits­gän­ge mit­ein­an­der braucht sei­ne Zeit.

Prä­sen­tie­ren von Er­geb­nis­sen:
Kin­der und Ju­gend­li­che, die ei­ge­ne Tex­te schrei­ben, ha­ben auch das Be­dürf­nis, sich mit an­de­ren zu ver­glei­chen. Buch­kin­der er­fah­ren in der Be­schäf­ti­gung mit den Tex­ten an­de­rer auch die Be­stä­ti­gung ih­rer ei­ge­nen Ein­zig­ar­tig­keit. Zu öf­fent­li­chen Le­sun­gen wie auf den Buch­mes­sen stel­len sie sich zu­dem der Er­wach­se­nen­welt. Durch das Le­sen öff­nen sich Ih­nen neue Ho­ri­zon­te und An­rei­ze, den ei­ge­nen Aus­druck zu er­wei­tern oder ihn spe­zi­fi­scher wer­den zu las­sen.



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