QUARTALSPROGRAMM

Stadtgalerie im Stadtmuseum
12.07.2007 - 09.09.2007
Renate Fukerider

Zeit ver­geht, sie rinnt uns durch die Fin­ger, sie ist kost­bar oder sie wird ver­schwen­det. Schon im­mer hat die Men­schen das The­ma Zeit fas­zi­niert oder gar - ob der ei­ge­nen Ver­gäng­lich­keit- auch ge­ängs­tigt. Die Zeit teilt un­ser Le­ben ein, gibt ihm ei­ne äu­ße­re Struk­tur. Zeit ist zwar ob­jek­tiv mess­bar, aber wird im­mer sub­jek­tiv emp­fun­den. Zeit ist kein Ge­gen­stand oder gar ein ding­lich fass­ba­res Mo­tiv.

Re­na­te Fu­ke­ri­der hat die Zeit zum zen­tra­len The­ma ih­rer Kunst ge­wählt.Die aus­ge­bil­de­te Fo­to­gra­fin ist seit 1985 künst­le­risch tä­tig und be­schäf­tigt sich seit 1997 vor­ran­gig mit Ma­le­rei und Pa­pier­schöp­fun­gen. Als Mit­glied der Ge­dok, des BBK und der in­ter­na­tio­na­len Pa­pier­künst­ler­ver­ei­ni­gung IAP­MA hat sie sich in zahl­rei­chen Aus­stel­lun­gen auch über ih­re frän­ki­sche Hei­mat hin­aus prä­sen­tiert.

Ge­mein­sa­mes und ver­bin­den­des Ele­ment ih­rer Ma­le­rei und Pa­pier­schöp­fun­gen ist die in­ten­si­ve Aus­ein­an­der­set­zung mit der Zeit. Ganz am An­fang ih­res künst­le­ri­schen Schaf­fens war es vor al­lem der tech­nisch hand­werk­li­che Be­reich, über den sie den Zu­gang zum Zeit­be­griff fand und ihn re­flek­tier­te. Ih­re ers­ten Wer­ke, Ar­bei­ten aus hand­ge­schöpf­tem Pa­pier, sind durch ei­nen auf­wän­di­gen und in­ten­si­ven Her­stel­lungs­pro­zess ent­stan­den. In der wei­te­ren Re­fle­xi­on über das The­ma wur­de nach Mög­lich­kei­ten der Vi­sua­li­sie­rung von Zeit ge­sucht: Ta­schen, Ge­fä­ße, Ko­kons, Hül­len, ganz all­ge­mein Be­hält­nis­se sind für sie zu Bild­for­meln und Chif­fren für das Be­wah­ren und Hal­ten von Zeit ge­wor­den.

Ne­ben den Ge­gen­stän­den lässt Re­na­te Fu­ke­ri­der auch die Far­be zur Me­ta­pher wer­den: Auf ih­ren Ge­mäl­den tau­chen die Be­hält­nis­se als fast mo­no­chro­me Farb­flä­chen auf, de­ren ho­her Abs­trak­ti­ons­grad durch die sti­li­sier­ten Um­riss­for­men ge­bro­chen wird. Es ent­ste­hen so Ge­fä­ße und Kör­be, die stets ei­ne Öff­nung er­ken­nen las­sen, die den Blick in ei­ne dunk­le, fast schwarz ge­mal­te In­nen­for­men lenkt.
Die­se Zeit­fän­ger ha­ben Re­na­te Fu­ke­ri­der in ih­rem Schaf­fen nicht los­ge­las­sen.In den neu­en Ar­bei­ten ist die Tren­nung zwi­schen den ge­schöpf­ten Pa­pier-Ar­bei­ten und der Ma­le­rei auf­ge­ho­ben. Die bei­den Schaf­fens­be­rei­che exis­tie­ren jetzt nicht mehr ge­trennt ne­ben­ein­an­der; Ma­le­rei, Far­be und hand­ge­schöpf­tes Pa­pier sind gleich­be­rech­tig­te, sich er­gän­zen­de künst­le­ri­sche Ar­beits­tech­ni­ken.

Er­öff­nung der Aus­stel­lung am Don­ners­tag, den 12. Ju­li um 19 Uhr mit ei­ner Ein­füh­rung der Nürn­ber­ger Kunst­his­to­ri­ke­rin Ruth Bach-Da­mas­ki­nos.



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