QUARTALSPROGRAMM

Stadtgalerie im Stadtmuseum
09.04.2011 - 22.05.2011
Luise Ramsauer – Innenwelten

Die Stadt­ga­le­rie im Stadt­mu­se­um Deg­gen­dorf zeigt Ma­le­rei­en und Zeich­nun­gen von Lui­se Ram­sau­er in ei­ner um­fang­rei­chen Ein­zel­aus­stel­lung.

Lui­se Ram­sau­er of­fen­bart uns in ih­rem Werk den Zu­gang zu ei­ner in­di­vi­du­el­len Bild­welt zwi­schen Ge­gen­ständ­lich­keit und Abs­trak­ti­on. Sie be­gibt sich auf ei­nen schma­len Grat zwi­schen Rea­li­tät und Ima­gi­na­ti­on und schafft le­ben­di­ge Bild­wel­ten von Far­be, Form und Raum. Sie ent­wi­ckelt ei­ne Bild­spra­che, die na­tur­wis­sen­schaft­li­che Grund­be­din­gun­gen für die Exis­tenz von Le­ben in ih­rer vi­su­el­len Er­schei­nung auf­greift, aus dem Na­tur­vor­bild her­aus­löst und in ih­rem Cha­rak­ter er­fasst. Es fin­den sich Be­zü­ge zu Flo­ra und Fau­na in Form von In­sek­ten und Vö­geln, doch auch zu Blü­ten- und Pflan­zen­for­ma­tio­nen. Von ih­rem na­tür­li­chen Um­feld be­freit und in die neue Um­ge­bung ver­setzt, legt Ram­sau­er den Fo­kus auf die Welt der klei­nen Din­ge, die zum Exis­tie­ren des grö­ße­ren Gan­zen bei­tra­gen.

„Pan­ta Rhei“ – al­les flie­ßt, zi­tier­te schon Zde­nek Fe­lix im Text zum ers­ten Ka­ta­log den grie­chi­schen Phi­lo­so­phen He­ra­klit. Denn es las­sen sich zwei­fel­los die ent­stan­de­nen For­men in der Ma­le­rei von Lui­se Ram­sau­er schwer be­schrei­ben. Stän­dig schei­nen sie ih­ren Ag­gre­gats­zu­stand zu va­ri­ie­ren, flie­ßen, ver­meh­ren, tei­len und ver­än­dern sich.

Wie ein Bild im Bild sind in frü­hen Ar­bei­ten die ent­stan­de­nen Ein­zel­for­men um­ran­det und mehr­fach auf der Lein­wand ver­teilt. Sie zie­hen den Be­trach­ter an ver­schie­de­nen Stel­len durch fens­ter­ar­ti­ge Aus­bli­cke in die Tie­fe und glie­dern die Bild­flä­che in meh­re­re Ak­ti­ons­räu­me auf un­ter­schied­li­chen Ebe­nen. Es ent­steht ein in Frag­men­te ge­glie­der­te Dar­stel­lung, die den Ein­druck ei­nes be­weg­li­chen Ge­samt­bil­des aber auch die Tren­nung der Ein­zel­ge­bil­de von­ein­an­der be­tont. Ih­re Kor­re­spon­denz fin­det sich in ei­ner dy­na­mi­schen Li­ni­en­füh­rung und der farb­li­chen Kom­po­si­ti­on, der ei­ne we­sent­lich Bild be­stim­men­de Funk­ti­on zu­kommt.

In den ak­tu­el­len Ar­bei­ten wan­deln sich die Ein­zel­mo­ti­ve zum Ge­samt­bild, eman­zi­pie­ren sich von ih­rer Um­ge­bung und lö­sen sich aus dem viel­tei­li­gen Kon­text her­aus. Erst­ma­lig fin­den sich kei­ne Be­gren­zungs­li­ni­en mehr, die Bil­der öff­nen sich und ge­ben den un­ver­sperr­ten Blick auf die in­ne­re Welt frei. Durch ih­re ex­pres­si­ve Ges­te und sen­si­bel aus­ta­rier­te Farb­wert- und Hell-Dun­kel-Kon­tras­te stei­gert Lui­se Ram­sau­er die Le­ben­dig­keit der Mo­ti­ve und lässt ur­knal­l­ar­tig Ge­bil­de ent­ste­hen, die sich wie selbst­ver­ständ­lich auf der Lein­wand be­haup­ten. Un­mit­tel­bar und kraft­voll be­geg­nen die bio­mor­phen For­men nun dem Be­trach­ter di­rekt oh­ne Um­schwei­fe und blei­ben doch durch ih­re Ab­gren­zung zur Rea­li­tät ge­heim­nis­voll.

Die Aus­stel­lung zeigt erst­ma­lig ei­nen um­fang­rei­chen Über­blick zum Werk der in Pas­sau ge­bo­re­nen Ma­le­rin Lui­se Ram­sau­er und prä­sen­tiert rund 60 Ar­bei­ten auf Lein­wand und Pa­pier aus den Jah­ren 1990 bis heu­te. Zur Aus­stel­lung er­scheint ein Ka­ta­log mit Tex­ten von An­ja­lie Chaub­al, Lo­thar Ro­main und Zde­nek Fe­lix.

Aus­stel­lungs­er­öff­nung: 08. April, 19.00 Uhr



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