QUARTALSPROGRAMM

Stadtmuseum
16.10.2005 - 05.03.2006
Die Handtasche

Kleine Kultgeschichte eines Frauenlieblings

Sie ist der Lieb­ling der Frau­en, Män­ner be­trach­ten sie eher skep­tisch, sie gilt als ei­nes der letz­ten Mys­te­ri­en der Mensch­heit: die Hand­ta­sche. Die Deg­gen­dor­fer Mu­se­en ha­ben dem stän­di­gen Be­glei­ter der Frau­en ein zwei­tei­li­ges Aus­stel­lungs­pro­jekt ge­wid­met.

In ei­ner "klei­nen Kult­ge­schich­te ei­nes Frau­en­lieb­lings" er­fah­ren die Be­su­cher im Stadt­mu­se­um His­to­ri­sches, Wit­zi­ges, Ge­heim­nis­vol­les, Künst­le­ri­sches und Ero­ti­sches rund um die Hand­ta­sche. An die 200 Hand­ta­schen er­zäh­len von der Ent­wick­lungs­ge­schich­te des Mo­deac­ces­soires, ih­ren Ma­te­ria­li­en, ih­rer Her­stel­lung, dem Ver­kauf und vom schwie­ri­gen Ver­hält­nis zu den Män­nern. In ei­nem klei­nen VIP-Thea­ter wer­den Sti­li­ko­nen mit ih­ren Hand­ta­schen ge­zeigt. In ei­ner Peep Show ha­ben die Aus­stel­lungs­gäs­te die ein­ma­li­ge Ge­le­gen­heit, ei­nen Blick in frem­de Hand­ta­schen zu wer­fen. Wel­che Frau lässt sich schon ger­ne in ih­re Hand­ta­sche bli­cken? Der Hand­ta­schen­in­halt gilt au­gen­zwin­kernd im­mer noch als ei­nes "der letz­ten Ge­heim­nis­se der Mensch­heit".
Künst­le­rin­nen set­zen sich mit der Hand­ta­sche als Bild­su­jet, Pa­pier­kunst oder ero­ti­sche In­stal­la­ti­on aus­ein­an­der. Von männ­li­cher Sei­te ist der Zu­gang zum The­ma Hand­ta­sche meist auf ei­nen ka­ba­ret­tis­ti­schen An­satz be­schränkt, und dies nicht erst in jüngs­ter Zeit. Von Die­ter Nuhr, der die Hand­ta­sche die Hand­ta­sche sei­ner Freun­din als Keim­zel­le des mensch­li­chen Le­bens ent­deckt bis hin zu Frank-Mar­kus Bar­was­ser, bes­ser be­kannt un­ter dem Künst­ler­na­men Er­win Pel­zig, der oh­ne sein "Dä­sch­la" am Hand­ge­lenk nicht auf­tritt. Ei­ne klei­ne Samm­lung von Jagd­ta­schen aus den Deg­gen­dor­fer Mu­se­ums­be­stän­den be­weist aber, dass Män­nern das Tra­gen von Ta­schen nicht im­mer fremd war, zu­min­dest wenn sie in Ver­bin­dung mit ei­ner Tä­tig­keit wie Jagd, Hand­werk etc. stand.

Ex­em­pla­ri­sche Bei­trä­ge zum The­ma "Hand­ta­schen mit Ge­schich­te(n)" run­den die Deg­gen­dor­fer Aus­stel­lung ab. Die Ta­schen aus Ver­schlüs­sen von Ge­trän­ke­do­sen, er­zäh­len vom Le­ben der Stra­ßen­kin­der in den Ar­men­get­tos von Bra­si­li­en. Vor­ge­stellt wer­den hier auch Hand­ta­schen, hin­ter de­nen sich ein ganz per­sön­li­ches Er­leb­nis ver­birgt. Und wer im­mer noch nicht weiß, zu wel­chem Hand­ta­schen­typ er ge­hört, im ul­ti­ma­ti­ven Hand­ta­schen-Psy­cho­test kann man auch dies er­fah­ren. An­ge­regt durch die Viel­falt der aus­ge­stell­ten Hand­ta­schen darf der Be­su­cher auch selbst Hand an­le­gen und sei­ne ei­ge­ne Hand­ta­sche ent­wer­fen.

Im Un­ter­schied zu den Ein­zel­stü­cken oder Pro­to­ty­pen der Wett­be­werbs­aus­stel­lung im Hand­werks­mu­se­um, stam­men die Ex­po­na­te im Stadt­mu­se­um aus se­ri­el­ler Pro­duk­ti­on. Mit Leih­ga­ben der Oberts­hau­se­ner Le­der­wa­ren­fir­ma Pi­card kann die Aus­stel­lung die un­zäh­li­gen Ein­zel­tei­le, die zur Her­stel­lung ei­ner Hand­ta­sche not­wen­dig sind, auf­zei­gen. Auch die Ge­schich­te des ein­zi­gen heu­te noch be­ste­hen­den Deg­gen­dor­fer Fach­ge­schäfts für Le­der­wa­ren, des Sport­hau­ses Kep­peler, wird dar­ge­stellt. Ein um­fang­rei­ches Be­gleit­pro­gramm run­det die Aus­stel­lung ab.

Im Aus­stel­lungs­ka­ta­log (10.-- €) sind bei­de Aus­stel­lungs­tei­le be­bil­dert und be­schrie­ben.

Das Be­gleit­pro­gramm kön­nen Sie sich als PDF-Da­tei her­un­ter­la­den.



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