QUARTALSPROGRAMM

Stadtmuseum
05.10.2010 - 13.02.2011
Nostalgie trifft Moderne

Fantasievolle Positionen einer Sammlung

„Samm­ler sind glück­li­che Men­schen“, stell­te schon Jo­hann Wolf­gang von Goe­the fest. So ist es nicht ver­wun­der­lich, dass das Zu­sam­men­tra­gen von reiz­vol­len Din­gen als Sam­mel­lust oder Sam­mel­lei­den­schaft be­zeich­net wird. Die Ehe­leu­te Jut­ta und Ar­tur Ku­lak dür­fen des­halb zu Recht als lei­den­schaft­li­che Samm­ler be­zeich­net wer­den. Ih­nen kam und kommt es nicht auf Voll­stän­dig­keit, pe­ni­ble Rei­hung oder den mo­ne­tä­ren Wert ih­rer Samm­lung an. Sie ha­ben die Ge­gen­stän­de über Jahr­zehn­te lie­be­voll zu­sam­men­ge­tra­gen, oh­ne schar­fe Gren­zen zwi­schen ein­zel­nen Samm­lungs­ge­bie­ten zu zie­hen. Letzt­lich füg­te sich aber al­les zu ei­nem „Uni­ver­sum der Fan­ta­sie“. Die „Klein­odien“ wur­den be­nutzt, die Räu­me da­mit aus­ge­stat­tet, sie ge­hör­ten zum täg­li­chen Le­ben und tru­gen zur geis­ti­gen Be­rei­che­rung und zur Le­bens­freu­de bei. Die Be­geis­te­rung an der Schön­heit und Ei­gen­art des ein­zel­nen Ob­jek­tes so­wie die stän­di­ge Neu­gier und Of­fen­heit für Neu­es und der Be­zug zur Ge­gen­wart wa­ren Trieb­fe­dern ih­rer Sam­mel­lei­den­schaft.

Die his­to­ri­schen Ex­po­na­te zur Volks­fröm­mig­keit und zu den an­de­ren Samm­lungs­ge­bie­ten sind gut er­forscht und zahl­reich pu­bli­ziert. Was aber die­se Aus­stel­lung be­son­ders aus­zeich­net, ist die je­wei­li­ge Be­zug­nah­me auf un­se­re heu­ti­ge Zeit. Wer Klos­ter­ar­bei­ten und Kru­zi­fi­xe sam­melt, dem ist jen­seits von Samm­ler­freu­den stets auch das Me­men­to mo­ri be­wusst. Wie aber se­hen heu­ti­ge Künst­ler die The­ma­tik Kreuz und Kreu­zi­gung? In zahl­rei­chen Ar­bei­ten, u.a. von Tho­mas Bayr­le, Wal­ter Dahn, Lo­thar Fi­scher, Wolf­gang Flatz, Ro­bert Hart­mann, Ru­ne Miel­ds, A.R. Penck, Ar­nulf Rai­ner und Ul­ri­ke Zil­ly wird dar­auf ei­ne Ant­wort ge­ge­ben.

In der Samm­lung Ku­lak füg­te sich im Lau­fe der Zeit Al­tes und Neu­es zu ei­nem krea­ti­ven Pot­pour­ri. Mo­der­ne zeit­ge­nös­si­sche Kunst trifft auf klas­si­sches De­sign. Spie­le und Spiel­zeug wer­den ne­ben re­li­giö­ser Volks­kunst und „Ver­ti­ko-Por­zel­lan“, Hei­li­gen-Fi­gu­ren ne­ben zeit­ge­nös­si­schen Plas­ti­ken von Rupp­recht Gei­ger, Erich Hau­ser, Hart­mut Hor­nung, Ge­org Karl Pfah­ler oder Ge­org Wr­ba so­wie Holz­skulp­tu­ren aus dem heu­ti­gen Afri­ka prä­sen­tiert. Nicht un­er­wähnt blei­ben sol­len Ar­bei­ten des SPUR-Künst­lers Heim­rad Prem und des do­cu­men­ta-Teil­neh­mers Ni­ko­laus Lang. Auch dem Sam­mel­ge­biet Weih­nach­ten ist ein ei­ge­ner far­ben­rei­cher Be­reich ge­wid­met. Ne­ben Gru­lich-Krip­pen aus Nord­böh­men sind auch his­to­ri­scher Weih­nachts­schmuck und ein fest­lich ge­schmück­ter Weih­nachts­baum zu se­hen.

Die fan­ta­sie­vol­len Po­si­tio­nen die­ser Samm­lung möch­ten den Aus­stel­lungs­be­su­chern Schau­lust und Sin­nen­freu­de be­rei­ten.



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