QUARTALSPROGRAMM

Stadtmuseum
28.10.2012 - 20.01.2013
"Zierrat aus Gold und silbernen Spitzen wollen wir für dich machen" (Hoheslied 1,11)

Zum zehn­jäh­ri­gen Be­ste­hen der "Tet­ten­wei­ser Klos­ter­ar­beit­grup­pe" zeigt das Stadt­mu­se­um Deg­gen­dorf neue Klos­ter­ar­bei­ten nach his­to­ri­schen Vor­bil­dern.

Zwei­mal jähr­lich ver­an­stal­tet Kurs­lei­te­rin Ute Kel­ler aus Deg­gen­dorf in der Be­ne­dik­ti­ne­rin­nen­ab­tei St. Ger­trud in Tet­ten­weis Klos­ter­ar­beit­kur­se, zu de­nen die Teil­neh­mer für je­weils vier Ta­ge aus Süd­ti­rol, Ös­ter­reich und Bay­ern an­rei­sen.
Nach Vor­la­gen aus dem 17. bis19. Jahr­hun­dert aus Kir­chen, Klös­tern und Mu­se­en wer­den ver­schie­de­ne "Schö­ne Ar­bei­ten" wie Ta­ferln (Bil­der), Käst­chen (Eing´rich­te), fi­gür­li­che Dar­stel­lun­gen von be­rühm­ten Je­sus­kin­dern und Fat­schen­kin­der ge­stal­tet.

Klos­ter­ar­bei­ten sind Kunst­wer­ke mit christ­li­chem In­halt, die vor al­lem im Ba­rock, in ei­ner Zeit, in der die Re­li­qui­en­ver­eh­rung be­son­ders aus­ge­prägt war, in Frau­en- aber auch Män­ner­k­lös­tern an­ge­fer­tigt wur­den. Cha­rak­te­ris­ti­sches Merk­mal ist ei­ne Fül­le von Ver­zie­rungs­tei­len um ei­nen ver­eh­rungs­wür­di­gen Ge­gen­stand, der sym­me­trisch und dicht in ei­ne Schmuck­ar­beit aus Gold- und Sil­ber­dräh­ten, bun­ten ge­schlif­fe­nen Glasstei­nen und Per­len ein­ge­bet­tet wird. Wenn frü­her Re­li­qui­en ("Über­res­te", z. B. Kno­chen von Hei­li­gen und Se­li­gen, Be­rüh­rungs­re­li­qui­en oder Nach­bil­dun­gen aus Wachs) den Mit­tel­punkt bil­de­ten, wird heu­te meist ein ge­mal­tes Bild mit re­li­giö­sem, aber auch per­sön­li­chem Be­zug oder ein Wachs­re­lief mit viel Ge­duld und Sorg­falt in hand­ge­fer­tig­te Blü­ten, Blät­ter und un­zäh­li­ge Or­na­ment­for­men ein­ge­ar­bei­tet. Al­le schmü­cken­den Tei­le wer­den aus ver­schie­dens­ten Dräh­ten, Per­len, Stei­nen oder auch Pa­pier­strei­fen (Krüll) ein­zeln in mü­he­vol­ler Klein­ar­beit her­ge­stellt.

Ob­wohl ge­nau­es und kon­zen­trier­tes Ar­bei­ten für das Ge­lin­gen ei­nes Bil­des Vor­aus­set­zung ist, wird oh­ne die nö­ti­ge Ru­he, Ge­duld, Be­schau­lich­keit und fro­he in­ne­re Stim­mung kaum ein be­frie­di­gen­des Er­geb­nis zu er­zie­len sein. Schon oft wur­de das durch­aus me­di­ta­ti­ve Klos­ter­ar­bei­ten als ein \"Ge­bet mit Hän­den\" be­schrie­ben.

Die Son­der­aus­stel­lung im Stadt­mu­se­um ver­ei­nigt die Er­geb­nis­se des Tet­ten­wei­ser Kur­ses in mehr als 200 Ex­po­na­ten. Auch ei­ni­ge his­to­ri­sche Bei­spie­le vor al­lem aus den Samm­lun­gen des Stadt­mu­se­ums wer­den den Nach­bil­dun­gen ge­gen­über ge­stellt. Da­ne­ben zeigt die Aus­stel­lung auch die kom­pli­zier­ten ver­schie­de­nen Tech­ni­ken an Bei­spie­len. Ne­ben ei­nem reich ge­schmück­ten gro­ßen Weih­nachts­baum mit hand­ge­ar­bei­te­tem Schmuck und ei­ni­gen Mi­nia­tur­weih­nachts­bäu­men, fin­det sich auch ein Mi­nia­tur-Weih­nachts­markt, in des­sen Ver­kaufs­bu­den Weih­nachts­schmuck, De­vo­tio­na­li­en oder Klos­ter­ar­bei­ten „an­ge­bo­ten“ wer­den, die win­zig klein sind.

25.11.2012 und 16.12.2012 je­weils um 15 Uhr Sonn­tags­füh­rung durch die Aus­stel­lung mit Ute Kel­ler
Mu­se­um­s­ein­tritt, Füh­rung ist frei

Al­le Fo­tos Wal­ter Kel­ler



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