QUARTALSPROGRAMM

Stadtmuseum
25.04.2013 - 04.08.2013
ART ON BOARD

Kult und Design des Skateboards

Die Aus­stel­lung „ART ON BOAR­D“ zeigt ei­ne Aus­wahl von et­wa 200 Skate­boards und gibt ei­nen Über­blick der letz­ten 40 Jah­re des Skate­board- De­signs. Decks aus den 70er Jah­ren, bis hin zu zeit­ge­nös­si­schen Bei­spie­len er­zäh­len die Ge­schich­te die­ser Ju­gend­kul­tur und ih­rer gra­fi­schen Sym­bo­le.

Skate­boar­ding ist ein Sport, des­sen Ur­sprung zeit­lich in den 50er Jah­ren des 20. Jahr­hun­derts vor al­lem in den USA zu su­chen ist. In der Skate­boar­der Sze­ne wird von zwei ver­schie­de­nen In­itia­ti­ons­my­then be­rich­tet. Der ei­ne be­sagt, dass je­mand sei­ne Roll­schu­he aus­ein­an­der schnitt und mit ei­ner Obst­kis­te auf ein Holz­brett mon­tier­te um ei­ne Art Rol­ler her­zu­stel­len. Der an­de­re be­sagt, dass ein Sur­fer Rol­len an sein Surf­board mon­tier­te, weil er den Wel­len­gang des Oze­ans auf den Stra­ßen der Städ­te so sehr ver­miss­te. Wie auch im­mer, Fakt ist, dass sich wäh­rend der Jah­re des Un­ter­grund­sports schnell ei­ne stark von vi­su­el­len Sym­bo­len ko­dier­te Ju­gend­kul­tur ent­wi­ckel­te. Da­ne­ben wuchs auch die Skate­board-In­dus­trie, die spä­tes­tens zu Be­ginn der 1990er Jah­re mit dem Ju­gend­trend Skate­boar­ding nach Eu­ro­pa über­schwapp­te.

Die Ver­kaufs­stra­te­gi­en die­ser In­dus­trie fol­gen den Sehn­suchts­mo­men­ten und prä­gen die Träu­me der ju­gend­li­chen Skate­boar­der. Die in­halt­lich dar­aus re­sul­tie­ren­de Sym­bo­lik und das Gra­fik­de­sign un­ter­la­gen in den letz­ten 40 Jah­ren so­wohl dem Wan­del der ju­gend­li­chen Träu­me als auch zeit­ge­mä­ßen Mo­de­er­schei­nun­gen. Die Un­ter­sei­ten der Boards, egal von wel­cher Fir­ma, von wel­chem De­si­gner oder für wel­chen pro­fes­sio­nel­len Skate­boar­der ent­wor­fen sind auf­wän­dig ge­stal­te­te Bild­flä­chen. Sie spei­sen ih­re Mo­ti­ve aus der Pop­kul­tur und ver­bin­den Ele­men­te der Co­mics oder Com­pu­ter­spie­le­gra­fik. Oft pro­fan bis se­xis­tisch, zei­gen sie aber auch kri­ti­sche Hal­tun­gen zu so­zia­len Pro­ble­ma­ti­ken wie Ras­sis­mus oder den Um­gang mit Waf­fen. Pa­ra­dox an „ART ON BOAR­D“ er­scheint, dass ge­nau je­ne Flä­chen mit dem zu­neh­men­den Ge­brauch im­mer mehr von den Ab­nut­zungs­spu­ren zer­stört wer­den.

Ge­nau aus die­sem Grund hat sich par­al­lel zum Ge­brauch der Boards ei­ne Samm­ler­sze­ne ent­wi­ckelt, die Skate­boards mit ih­ren Bild­flä­chen be­wahrt.
Die In­itia­to­ren der Aus­stel­lung Se­bas­ti­an Eb­ner (*1975) und Her­wig Zmöl­nig (*1962) ha­ben an der Ju­gend­kul­tur Skate­boar­ding ak­tiv teil­ge­nom­men. Die um­fang­rei­che Samm­lung von Skate­boards aus al­ler Welt, die Her­wig Zmöl­nig zu­sam­menge­tra­gen hat, spie­gelt sei­ne seit vier Jahr­zehn­ten an­dau­ern­de Lei­den­schaft für Skate­boards wi­der. Se­bas­ti­an Eb­ner be­schäf­tigt sich seit sei­nem Stu­di­um mit den kul­tu­rel­len und vi­su­el­len Ko­des der Skate­board-Sze­ne.

Teil der Aus­stel­lung ist au­ßer­dem ei­ne Do­ku­men­ta­ti­on zum Pro­jekt „Ska­teis­tan“. Die in­ter­na­tio­na­le, viel­fach aus­ge­zeich­ne­te un­ab­hän­gi­ge Or­ga­ni­sa­ti­on nutzt Skate­boar­ding als Werk­zeug um Ju­gend­li­che – be­son­ders auch Mäd­chen - in Af­gha­nis­tan und Kam­bo­dscha zu be­fä­hi­gen, sich neue Mög­lich­kei­ten und Po­ten­ti­al für Ver­än­de­rung zu er­schaf­fen.

ART ON BOARD im Deg­gen­dor­fer Stadt­mu­se­ums zeigt auch aus­ge­wähl­te Ar­bei­ten ei­nes Schul­pro­jek­tes von Stadt­mu­se­um und Co­me­ni­us-Gym­na­si­um Deg­gen­dorf. Im Kunst­un­ter­richt ha­ben sich Schü­ler/in­nen ei­ner 10. Klas­se mit Kunst­er­zie­he­rin Bir­git Engl-Rad­lin­ger mit dem De­sign von Skate­boards be­schäf­tigt und ei­ge­ne Ent­wür­fe um­ge­setzt. Das Pro­jekt wird au­ßer­dem vom Mu­se­ums­päd­ago­gi­schen Zen­trum Mün­chen (MPZ) un­ter­stützt.

Sonn­tags­füh­run­gen mit Se­bas­ti­an Eb­ner und Her­wig Zmöl­nig
je­weils von 10 bis 12 Uhr
12.5./ 26.5./ 9.6./ 23.6./ 7.7./ 21.7./ 4.8.2013



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